Die Präambel

Die Bundesrepublik Deutschland ist durch die verheerenden Ereignisse der Jahre 1933 bis 1945 untrennbar mit dem Staat Israel und seinen Menschen verbunden.

Aus dieser Verbundenheit begründen sich unwiderruflich die besonderen Beziehungen zum Jüdischen Staat und die verpflichtende Solidarität zur Existenz des israelischen Staates.

Die Gründung einer Stiftung, die es als ihren Auftrag ansieht, private Initiativen auszuzeichnen, die sich um die Förderung der besonderen Beziehungen zu Israel verdient gemacht haben, hat inzwischen einen hohen Stellenwert.

Im 60. Jahr der Befreiung von Auschwitz, am 27. Januar 1945, in einer Zeit, in der Zeitzeugen immer weniger die Möglichkeit haben, unmittelbar aus eigenem Erleben über die Katastrophe der Demütigungen, der Erniedrigungen und des Verlustes der Menschenwürde zu berichten und über ihr Erleben zu erzählen, ist die unmittelbare Nähe zur Katastrophe verloren gegangen. Letztendlich kann dann über die Ermordung von über sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden, Kindern, Heranwachsenden, Erwachsenen und Alten nicht mehr authentisch berichtet werden.

Darum ist nach neuen Wegen zu suchen, um Menschen in Deutschland zu bewegen, sich gegen das Vergessen und für das Erinnern und für die besonderen Beziehungen zu Israel und zu seinen Menschen einzusetzen. Wichtig ist, sich aktiv an Initiativen und Projekten zu beteiligen und dafür zu engagieren. Dabei ist besonders, nicht nur für junge Menschen, hervorzuheben, dass heute nicht die Frage der Schuld, sondern die Verpflichtung zur Erinnerung und die Kenntnis der eigenen Geschichte Voraussetzungen sind, dass sich die Katastrophe nicht wiederholen kann.

Städtepartnerschaften, Schulpartnerschaften, Verbindungen und Freundschaften im Sport sind für die Beziehungen zwischen beiden Ländern unentbehrlich, aber um sie lebendig zu erhalten, sind immer wieder neue Initiativen notwendig, die auch gleichzeitig beispielhaft für andere wirksam sein können.

Bürger, insbesondere junge Bürgerinnen und Bürger, die durch aktive Mitarbeit zur Gründung von Initiativen oder durch deren Unterstützung dazu beitragen wollen, dass die besonderen Beziehungen zum jüdischen Staat und seinen Bürgern gesichert bleiben, verdienen es, gefördert und bei besonderem Einsatz ausgezeichnet zu werden.

Deren Arbeit und Engagement ist gleichzeitig ein wichtiger Teil, um die geschichtliche Erinnerung weiterzutragen.

Die Stiftung will diese Menschen ehren, anerkennen und ermutigen, ihre Arbeit und ihr Engagement zu erweitern und auch in der Zukunft fortzusetzen, um damit die Pflege und Förderung der besonderen Beziehungen zum Staat Israel zu verstärken. Im Selbstverständnis der gemeinsamen Beziehungen wird die Förderung von besonderen Intitiativen in Israel, denen die Pflege der Beziehung zu Deutschland ein herausragendes Anliegen ist, in den Stiftungszweck einbezogen.

Dabei wird die Stiftung nicht selbst tätig. Durch freie und verfügbare Mittel der Stiftung sollen private Initiativen und Projekte, die die Voraussetzungen der Förderung und Pflege der Beziehungen erfüllen, durch Geldpreise in ihrer Arbeit bestätigt und gefördert werden.

Die Stiftung schafft Bedingungen, mit denen besondere und beispielhafte Initiativen, Projekte und längerfristige Aktionen, die in die Zukunft weisen, unterstützt werden. Mut, Engagement und Weitblick sind Voraussetzungen, um besondere Beziehungen zu Israel zu pflegen, aufzunehmen und durch Kontinuität zu sichern. Sie sind nicht nur beispielhaft, sondern dokumentieren eine Haltung, die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten lässt.

Durch die Verleihung von Preisen wird, sichtbar für die Öffentlichkeit, Geschichtsbewusstsein, Engagement, Ideenreichtum und Beharrlichkeit angemessen gewürdigt.

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